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Gedenken an Victor Klemperer zum 140. Geburtstag

Am 09.10.2021 jährte sich der Geburtstag des Literaturwissenschaftlers, Romanisten und Politikers Victor Klemperer zum 140. Mal.

Ab 1935 wurde ihm von den Nationalsozialisten ein Lehrverbot erteilt und er wurde zunehmend drangsaliert.
1940 wurden er und seine Frau Eva aus ihrem Haus in Dölzschen vertrieben. Durch ihre nichtjüdische Herkunft konnte sie Victor vor der Deportation und somit auch dem Tod schützen.
Mehrmals wurden sie in verschiedene Judenhäuser in Dresden verwiesen.
Durch großes Glück konnten Eva und Victor am 13. Februar 1945 dem Luftangriff in Dresden und der Deportation entkommen. Am 1. November 1945 kam es schließlich zu seiner Wiedereinsetzung als Professor an der TH Dresden. Später bekam er an der Volksschule eine leitende Position. Am 11. Februar 1960 verstarb Klemperer und fand neben seiner Frau Eva auf dem Dölzschener Friedhof seine Ruhestätte.

1947 erschien die berühmte Abhandlung „LTI – Notizbuch eines Philologen“, in welchem er die Degeneration der deutschen Sprache im Nationalsozialismus analysiert. Im Kontrast zu seinem wissenschaftlichen Werk verfasste er im Jahre 1995 seine persönliche wie politische Geschichte in der deutsch-deutschen Zeit in rund 6746 Tagebuchseiten. Dieses Werk ist auch unter dem Titel „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ bekannt. Seine spiegelnden Chroniken gelten bis heute als wichtige Literatur und sind Standardwerke in unserem Geschichts- und Deutschunterricht.

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-16552-0001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5421970

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